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?All you can drink ist meistens too much
Die "Generation Suff" bewegt seit Wochen die Gemüter von besorgten Eltern, Drogenbeauftragten und einigen Politikern. Um es gleich klarzustellen: Die "Generation Suff" gibt es nicht. Es ist nicht so, dass ein kompletter Altersjahrgang dem Alkohol verfallen wäre. Was jedoch zunimmt, ist das exzessive Trinken unter Jugendlichen, "All you can drink"Angebote in Bars Vollrausch inklusive. Und das sorgt derzeit für Schlagzeilen. Experten stürzen sich in die Ursachenforschung. Mal sind die Eltern schuld, die Alkohol bagatellisieren, weil sie noch Reste der antiautoritären SelbstverwirklichungsFolklore ausleben ("Mein Gott, wir waren früher doch nicht anders."). Außerdem werden aufgeführt: Konkurrenzkampf, Werteverlust, mangelnde Jugendarbeit und gern auch Perspektivlosigkeit. Dabei blüht die neue Zechkultur quer durch alle Schichten, wie auch die Recherchen zu unserer Titelgeschichte belegen. "Saufen ist die Mutprobe der bürgerlichen Jugend", konstatiert ein Mediziner der Berliner Charit. Und die Drogenbeauftragte der Hauptstadt, Christine KöhlerAzara, sekundiert, in den bessergestellten Bezirken habe "die Zahl der mit Alkoholvergiftungen eingelieferten Jugendlichen stark zugenommen".
Die Ursachen sind strittig, die Wirkung ist es nicht: Wenn 13Jährige abstürzen, bis sie bewusstlos, eingehüllt in eine wärmende Alufolie, von der freiwilligen Feuerwehr weggetragen werden müssen, setzen sie ihr Leben aufs Spiel. Was also tun? Die Droge Alkohol für Jugendliche schlicht zu verbieten wäre wünschenswert, ist aber lebensfremd. Völlig abstrus sind gut gemeinte Ratschläge, Eltern sollten ihren Kindern erklären, dass Alkohol "uncool" ist. Was cool ist und was nicht, das bestimmen Mama und Papa als Allerletzte! Nicht, dass die Eltern aus ihrer Aufsichtspflicht entlassen werden sollen. Aber wirkungsvoller wäre ein lebensnaher Anschauungsunterricht in den Schulen: trockengelegte Alkoholiker, die ihre Geschichte im Klassenzimmer erzählen und jung genug sind, um von den Schülern ernst genommen zu werden. Ihnen könnten die Jugendlichen kaum vorwerfen, sie wüssten nicht, wovon sie reden. Letztlich will sich auch ein Teenager nicht zum gesellschaftlichen Außenseiter trinken. Er muss eben nur begreifen, dass er, sobald die Schwelle zur Sucht überschritten ist, den Griff zur Flasche nicht mehr im Griff hat. Diese Erkenntnis sollte die eine oder andere Schulstunde wert sein.
Beruflich braucht PumaChef Jochen Zeitz die Medien, um seine Schuhe loszuwerden oder wie vergangene Woche den Einstieg der französischen GucciEigner bei Puma zu verkaufen. Privat ließ er bislang keinen Journalisten an sich heran. So war sternRedakteur RolfHerbert Peters selbst überrascht, als Zeitz ihn und Fotograf Enno Kapitza tatsächlich auf seinen kenianischen Landsitz mitnahm. Beim Start am Flughafen in Amsterdam war der Manager extrem nervös. Doch im Laufe der Tage fasste der Multimillionär Vertrauen, sprach über die Welt und Gott und ließ sich in dem paradiesischen Stück Natur am Fuße des Mount Kenya fotografieren. Anschließend absolvierte das sternTeam mit ihm ein erschütterndes Gegenprogramm in Uganda. Sie besuchten Kindersoldaten, Flüchtlinge und Leprakranke, für die Puma Spenden sammelt. Der stets kontrollierte Marketingprofi, der fast 20 000 Euro am Tag verdient, wurde ein anderer unter den seelisch und körperlich Geschundenen, die mit einem Euro pro Tag auskommen müssen. Auf der Rückfahrt zum Flughafen Entebbe schob Zeitz eine NenaCD ins Autoradio und drehte kräftig auf: "Alles nur geträumt!" Es klang fast wie ein Therapieprogramm..
Andreas Petzold, Chefredakteur


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